Ein Jahr im Spiegel

Lethargisch und träge ist inzwischen der Mensch
Schleppt sich von Angst zu Angst

Angst vor dem Tod
Angst vor Krankheit
Angst vor der Quarantäne
Angst vor der Impfung
Angst vor der Nebenwirkung einer Impfung
Angst davor, keine Impfung zu ergattern
Angst vor einem Positiven Test
Angst vor der negativen Auswirkung eines positiven Tests
Angst um die Mitmenschen
Angst vor den Mitmenschen
Angst um die eigene Zukunft
Angst vor dem nächsten Tag
Angst vor dem und Angst ums Leben

Angst frisst nicht nur die Seele auf
sondern auch den Menschenverstand
schon länger nicht wirklich gesund
nun wirklich krank
Den Rest besorgt dann der Sauerstoffmangel

Und während all dieser Ängste, nun die Frage:

Was sind wir bereit zu tun
für ein „normales Leben“
Auf die Maske folgt die De-Maskierung

Der große Corona-Spiegel gibt die Antwort
Und die Fratze, die man darin sieht, gibt zu denken …
… dem angeschlagenen Menschenverstand

Wir sperren uns zu Hause ein
Wir verstecken das Gesicht hinter einer Maske
fast schon mit Lust und Freude,
denn so mancher teilt es mit dem Internet.

Freuen uns dann, wenn man uns als „Zeichen der Freiheit“
das Geld, das uns noch geblieben ist,
gegen Waren eintauschen lässt.
Dankbar stürmt Mensch das Einkaufszentrum.

Das Bier zum Abend trinken wir dann wieder im trauten Heim
oft allein
ohne Alternative
ohne andere Wahl!

Der Freund kommt höchstens durch die Leitung
digital statt analog.

Um den Rest unseres Gesichtes nicht zu verlieren
machen wir bei all dem fleißig mit!
Und aus Angst.
Wie täuschen wir uns selbst.

Wir hören auf das was man uns sagt oder schreibt
Was „gut für uns ist“ und „gesund“
und was nicht

Denn merke:
Yoga ohne Maske im Park ist es nicht …
… doch viele Stunden am Tag runden Auges in einen eckigen Bildschirm zu starren
eingehüllt in zahlreiche WLAN-Wolken … das schon.

Auch wenn die Augen vielleicht etwas anderes sehen
(wenn auch immer verschwommener)
gar auch der Instinkt uns etwas anderes spüren lässt.
Verschwört sich das Herz auf diese Weise gegen den Verstand,
machen wir es schliesslich einfach zu …

… und spielen dann – schwupps – ein nächstes Spiel:
etwa das russische Impf-Roulette.
Denn besser krank von der Impfung,
als von der Krankheit,
die sie eigentlich lindern soll!
Angst macht aus so manchem Weisen einen Tor …

… die Basis für ein neues „Normal“

Normal – die Kopfschmerzen am Arbeitsplatz mangels Atemluftaustausch
Normal – das Brennen der Augen nach einem Tag mit Zoom und Co.
Normal – das Vernadern des „Andersdenkenden“
Normal – der Verzicht auf persönliche Interaktion, z.B. einen spontanen Kaffee
Normal – permanent anderen beweisen zu müssen, dass man gesund ist
Normal – Urlaub, Konzert und Friseurbesuch abhängig vom Gehorsam und einer App
Normal – nicht berührt zu werden
Normal – Fremdbestimmt zu sein
Normal – ein Leben in Angst zu leben.

Doch halt:

Nicht nur verlieren wir unser Gesicht
sondern auch unsere Würde
und merken es doch kaum.

Denn wir sehen nicht so gerne in den Corona-Spiegel
ganz bewusst
denn zu weh tut die Wahrheit.

Wir hören nicht mehr auf die Stimme des Herzens
denn das Herz ist verschlossen
denn zu weh tut die Wahrheit.

Wir helfen weiter
beim Aufbau eines „Neuen Normal“
in der Mensch ohne Recht bleibt
denn zu weh tut die Wahrheit.

Zu lethargisch sind wir geworden
zu bequem ist es im Hamsterrad
Wie lähmt doch die Angst!

Bleibt die Hoffnung!

„Gibt es Hoffnung?“

In der Angst wohl kaum!
Hoffnung ist jenseits der Angst
Die Antwort liegt jenseits der Angst

Lass mich versuchen, den Boden zu bereiten
Dir die Saat an die Hand geben
Den Boden musst du dann selbst bereiten
Und die Saat säen

Was kannst du tun?

Mach dir bewusst:
Ein Virus gehört zum Leben
Krankheit gehört zum Leben
so wie auch der Tod
Dein Rückfahrtschein ist bereits gebucht
Du kennst das Datum nicht
kannst die Rückreise auch nicht verschieben …
… und das ist gut.

Ist dir DAS bewusst
wird vieles leichter
Dann kannst du das Beste machen
aus deinem Leben
frei von Angst
Denn wozu braucht es dann noch Angst?

Höre auf, dich selbst zu täuschen
höre auf, dich täuschen zu lassen
Lass dich nicht mehr ablenken
von Lug
von Trug
vom Schein
und beginne Sein
Und mit dem Sein kommt Hoffnung
fern der Angst

Du bestimmst über dein Leben
bist für dich selbst verantwortlich
bist deines eigenen Lebensglückes Schmied
in aller Achtsamkeit.

Verwandle die Fratze im Corona-Spiegel
in ein – in dein – lachendes Gesicht
ab nun: Tag für Tag!

Es beginnt in dir.

***

Wolfgang LugmayrMaranius