Gnothi seauton

Gnothi seauton
Fotoquelle: Pixabay - Vielen Dank!

„Was brauche ich, wenn ich bewusster leben möchte?“, so die Frage. Ganz offen: Beende zu Beginn einmal deine Selbsttäuschung bzw. sogar den Selbstbetrug, die bzw. den du mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit täglich aufs Neue praktizierst.

„Was brauche ich, wenn ich bewusster leben möchte?“, so die Frage. Ganz offen: Beende zu Beginn einmal deine Selbsttäuschung bzw. sogar den Selbstbetrug, die bzw. den du mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit täglich aufs Neue praktizierst.

Dies ist gar kein Vorwurf, eher eine Feststellung, denn die Welt da draussen funktioniert einfach so, mehr Schein als Sein stehen an der Tagesordnung.

Gnothi seauton – „Erkenne dich selbst“, stand schon vor 2.500 Jahren auf einer Säule in der Vorhalle des Apollon-Tempel von Delphi. Der Philosoph Heraklit (520 – 460 v. Chr.) merkte dazu auch an: „Allen Menschen ist zuteil, sich selbst zu erkennen und verständig zu denken.“

Das grundlegende Wissen für ein bewusstes Leben ist also schon sehr lange vorhanden, denn man kann durchaus annehmen, dass schon die Griechen der Antike aus Erfahrung gesprochen haben. Doch was haben wir seither gelernt: Offensichtlich nichts!

Das ist in der östlichen Philosophie „ZEN“ möglicherweise ein hehres Ziel, doch ist dieses „Nichts“ für das Leben heute nicht gerade zielführend.

 

Mehr und mehr suhlen wir uns in Selbsttäuschung, gar Selbstbetrug … und sprechen wir von „uns“, meinen wir fast immer unser Ego. Das ist definitiv keine gute Voraussetzung, um sich selbst zu erkennen.

Wenn wir uns heute ein Elektroauto kaufen, sprechen wir zwar von einer Massnahme „für ein bewussteres Leben“, doch vergessen wir dabei – ob mit Absicht oder nicht – dass dies einen höheren Strom- und damit Ressourcenverbrauch zur Folge hat und dieses Auto am Ende nicht gerade biologisch abbaubar ist. Ebenso verhält es sich mit dem Papiersackerl beim Einkauf. Zumeist transportieren wir damit noch immer unnütze Konsumgüter in Plastikhüllen nach Hause … und ganz ehrlich: im Endeffekt hatte der Kauf des Elektroautos damit zu tun, dass wir dafür eine Förderung erhalten haben und das Papiersackerl verwenden wir, weil der Supermarkt einfach kein Plastiksackerl mehr rausrückt …

… und auch der täglich praktizierte Sonnengruß aus dem Yoga macht da keinen Unterschied mehr, wenn der übrige Tag in Dunkelheit (im Schein ohne Sonne) verbracht wird …

… dem Ego wird das wohl genügen, es ist und bleibt gut genährt … das wahre Selbst bleibt allerdings dezent im Hintergrund.

 

Du möchtest tatsächlich bewusster leben?

Dann setze dich zu Beginn einmal ganz ehrlich mit dir Selbst (und zwar dem Echten!) auseinander, mach eine Tabula Rasa. Wie das geht? In meiner Erfahrung funktioniert das am bestem im meditativen Zustand, im ganz bewussten scheinbefreiten Sein im Hier und Jetzt. Es gibt zahlreiche Werkzeuge, die dich dabei unterstützen, diesen Zustand zu erreichen … und das geht auch nicht von heute auf morgen.

In Meditation beginnt ein Prozess, der auch weh tun kann, denn dir wird schonungslos jene Scheinwelt aufgezeigt werden, in der du gerade lebst. Doch umso befreiter wirst du aus diesem Prozess herauskommen.

Merke dazu: Nachhaltige Veränderung findet NIE in einem Wohlfühlraum statt.

Gnothi seauton – Erkenne dich selbst! Das es leicht wird, hat niemand gesagt … doch ist dieses Erkennen die Grundvoraussetzung für ein bewussteres Leben, abseits von Selbsttäuschung und -betrug.

Mein Name ist Wolfgang Lugmayr, Dipl. Meditations- und Achtsamkeitslehrer, Autor & Impulsgeber … und gerne unterstütze ich dich in deinem Prozess, Infos unter: wolfgang@lebensquellen.net