Achtsamkeit im Berufs- und Privatleben

Permanente Erreichbarkeit …

… mit praxisbezogenen Tipps für dein Tun!

Inzwischen sind wir permanent erreichbar und sehen eigentlich kaum ein Problem darin – so ist zumindest mein Eindruck aus dem Handeln in der menschlichen Gesellschaft.

Ja: wir haben diesen Zustand selbst hergestellt, ganz freiwillig und nutzen alle Neuerungen in der (Informations)technologie, um noch permanenter erreichbar zu sein.

 

Doch: wer verlangt das eigentlich von uns und ist permanente Erreichbarkeit achtsam? Was ist der Zweck … und wie trägt sie zu unserem Wohlbefinden bei?

 

Klar, hin und wieder gibt es Verträge mit dem Arbeitgeber, die auch (hoffentlich) entsprechend entlohnt werden. Bei mir war das so, über viele Jahre, ich ließ mir Erreichbarkeit bezahlen, ein kleines Plus auf dem Konto – warum auch nicht … Zweck erfüllt! Es waren nur einige Stunden in der Woche! Ich war mir der Grenzen bewusst … zumindest im Berufsleben!

 

Ich kenne auch noch die Zeit der Vierteltelefone, als sich 4 Haushalte einen Telefonanschluß teilten und trotzdem erreichten mich alle wichtigen Informationen zum entsprechenden Zeitpunkt … die andere Seite!

Kennst du die Handlungsmuster der Menschen, wenn das Telefon läutet oder piepst und die nicht selten panischen Reaktionen, falls das Telefon in der Hand- oder Jackentasche nicht gleich gefunden wird …

 

… oder das Verhalten, wenn man mit jemandem im Restaurant sitzt und diese/r auf die Toilette geht?

 

Zumeist erfolgt dann sogleich der Griff zum Smartphone … und wehe, es gibt kein Netz … was tut man dann mit der Wartezeit … und wenn man nun einen wichtigen Anruf verpasst????

Permanente Erreichbarkeit wird unbewusst oder bewusst zum gewaltigen Stressfaktor. Man macht sich Druck, wo es doch eigentlich keinen braucht.

 

  • Warum möchtest DU permanent erreichbar sein?
  • Oder möchtest du etwa gar nicht?
  • Warum trägst du dann eigentlich ein mobiles Telefon mit dir?

 

Beobachte einmal dein eigenes Tun!

 

  • Wieviele Anrufe und Nachrichten, die du erhältst sind wirklich dringend?
  • Welcher Info-Austausch, welche Kommunikation ist wirklich notwendig?

 

Wenn dich diese Fragen dazu animieren, deine permanente Erreichbarkeit zu hinterfragen, womöglich sogar aus der permanenten Erreichbarkeit herauszufinden, habe ich einige Tipps für dich – aus meinem eigenen Erfahrungsschatz:

 

– Ich empfange keine E-Mails auf meinem Smartphone, nur auf dem PC. Diese E-Mails kontrolliere ich regelmässig, nach eigenem Ermessen.

 

WhatsApp und der FB-Messenger sind keine Tools in meinem beruflichen Tun, aus Datenschutzgründen UND weil ich nicht möchte. Hier wurden für mich einfach Grenzen des achtsamen Umgangs mit Informationen im beruflichen Umfeld (mit Abstrichen auch im Privaten) überschritten. Ich brauchte übrigens Jahre, um dies für mich zu erkennen … also hab Geduld mit dir, wenn du hier ansetzen möchtest!

 

– Ich vermeide WhatsApp-Gruppen, sie sind in meinem Empfinden die „Road to Hell“ in der elektronischen/virtuellen Kommunikation. Es ist ein unkontrolliertes und unkontrollierbares Abfeuern von Informationen an eine Gruppe von Menschen. Man wird zum Passagier auf einem Datenhighway, der immer höhere Geschwindigkeiten zulässt und man hat keine wirkliche Möglichkeit, eine Bremse zu ziehen (bis man aussteigt).

 

– Ich kläre bei jedem Anruf bewusst mit mir selbst, ob ich tatsächlich abhebe. Ist es dringend und notwendig? Das spürt man mit der Zeit.

 

– Ich stelle das Smartphone immer wieder auf lautlos und ich deaktiviere in der Öffentlichkeit vor allem die Piepslaute und Klingeltöne, für mich und für andere. Ich telefoniere auch nicht an öffentlichen Plätzen, in öffentlichen Verkehrsmitteln wenn andere Menschen in der Nähe sind (egal ob mit oder ohne Kopfhörer) … ich empfinde das als störend, für mich (ich kann mich auf mein Gegenüber nicht wirklich konzentrieren) und meine Umgebung. Dieser Akt der Achtsamkeit führt ganz automatisch in eine Reduktion der permanenten Erreichbarkeit.

 

– Ich antworte auf E-Mails und Nachrichten, wenn es für mich stimmig ist und ich den Antworten meine volle Aufmerksamkeit geben kann. Ich vermeide damit Phrasen sie „Ich melde mich später, ich kann gerade nicht“ … das ist verlorene Zeit und Energie. Kommt dem Empfänger die Antwort im beruflichen Umfeld zu spät? Dann läuft die Zusammenarbeit einfach nicht synchron … dann ist unser Arbeitstempo zu unterschiedlich, man lässt los und es ist gut so. Auch hier kann eine Grenze gezogen werden, in Selbstverantwortung.

Zum Abschluss des Artikels habe ich noch eine Statistik für dich: ca. 80% der Informationen, die wir austauschen, ist absolut irrelevant für unser Sein und Tun. Kläre diese Zahl einmal für dich selbst. Kannst du es bestätigen?

 

Habe Vertrauen, dass die Nachrichten, die dich erreichen sollen, auch wirklich erreichen …

… und eine neue Lebensqualität wird sich dir auftun, ohne viel Zutun.

Mein Name ist Wolfgang Lugmayr, ich bin Dipl. Meditations-/Achtsamkeitslehrer, Impulsgeber und Autor. Ich war 27 Jahre in verschiedenen Bereichen der Informationstechnologie tätig, als Trainer, Consultant und Projekt Manager. Ich war phasenweise permanent erreichbar … und es tat mir nicht gut.

 

Warum schreibe ich Artikel wie diese?

 

Ich werde in diesem Jahr 50. Ich gehöre zur letzten Generation, die noch ohne dieses permanent verfügbare Netz von Informationen und damit äusserer Beeinflussung aufgewachsen ist, das uns heute umgibt und -fängt.

Ich weiß aus Erfahrung, wie die Qualität in diesem Leben ohne permanenten Informations- und Datenfluss war und ich möchte sie nicht missen.

Ich kenne aus vielen Jahren beruflicher Erfahrung die Möglichkeiten der heutigen Informationstechnologie und möchte auch diese nicht missen – so lange sie einen bewussten Zweck erfüllen.

 

Darauf möchte ich aufmerksam machen!

 

Die Informationstechnologie soll Wohlfühltool bleiben, ein Werkzeug, um durch Automatisierung zusätzliche Freiräume im Leben zu schaffen. Sie ist unser Werkzeug, nicht wir das ihre.

 

 

Ich lade ein, eigene Erfahrungen mit der Informationstechnologie und der Erreichbarkeit zu machen. Wissen entsteht aus eigener Erfahrung und nur Wissen schützt vor Torheit.

Ich halte Impulsvorträge – unter dem Leitthema „Lebensquelle Achtsamkeit“.

Weitere Informationen sind hier zu finden:

Wolfgang Lugmayr

Kontakt:

Wolfgang Lugmayr

E-Mail: info@lebensquellen.net

Telefon: +43 699 1 920 15 88

Facebook: Der Weg an die Quelle

Facebook: Achtsame Informationstechnologie

 

Title-Image by Momentmal from Pixabay – Thank you!