Unangepasst

Ich habe den Beruf des „Meditations- und Achtsamkeitslehrers“ nicht gewählt, um Beliebtheitspreise zu gewinnen, anderen nach dem Mund zu reden oder um nach den Maßstäben der Leistungsgesellschaft unmittelbar „erfolgreich“ zu sein.

Da wäre ich fehl am Platz!

Ich bin bewusst „unpopulär“, „unangepasst“, es ist essentieller Teil meines Tuns … denn meine oft sehr direkten, klaren Worte – wenn sie denn notwendig sind – lösen etwas aus!

Es ist nun einmal so, dass unser aller Leben vor allem auf Selbstbetrug – angetrieben vom Ego, dem Fremdanteil unseres Selbst – aufgebaut ist. Am Ende des Tages, wenn es darauf ankommt, kämpfen die meisten von uns (bzw. der Ego-Anteil in uns) ums Überleben … spätestens dann steht z.B. im Berufsleben der Begriff TEAM für „Toll Ein Anderer Machts“.

Der Weg aus diesem Muster, der Weg in die Meditation und Achtsamkeit ist zu Beginn mit der Einsicht dieses Selbstbetruges verbunden, das kann sehr unangenehm sein und man schlägt zuerst einmal aus (zumeist nicht physisch, aber doch verbal), man will einfach nicht raus aus dieser Ego-Show, denn sie gaukelt uns „Sicherheit“ und „Normalität“ vor …

… auch diese Schläge nehme ich als „Meditations- und Achtsamkeitslehrer“ gerne auf mich, sie sind Symptom. Ich komme damit zurecht, kenne die Ursache dahinter und sie sind oft der Beginn eines Prozesses … raus aus dem Schein, rein ins Sein.

Noch einen Nachsatz für den Überlebenskampf habe ich für dich: mit einem solchem Kampf vermeidest du gar nichts, du steckst nur noch mehr Energie in die Ursache. Bist du überhaupt der Meinung, dass du um dein physisches Überleben kämpfst, lass dir gesagt sein: dein Rückflugticket ist längst gebucht – Verschiebung gibt es da nicht, schon gar kein Storno. Geniesse dein Leben bis dahin … entspanne dich, lasse los, schau auf dich – mit all deinen Sinnen … und schon meditierst du!

Wolfgang Lugmayr
Dipl. Meditations- und Achtsamkeitslehrer

Ich freue mich auf dein Feedback, deine Fragen unter: wolfgang@lebensquellen.net